Diese cineastischen Werke möchte ich nicht missen.
Bitte ganz unten die Hinweise auf Film- und Fernsehseiten im Netz beachten.
Rain Man USA 1988
Inhaltsangabe aus der Wikipedia: Charlie Babbitt erfährt beim Tode seines Vaters, dass er noch einen älteren Bruder hat, dem der reiche Vater sein gesamtes Vermögen vermacht hat. Der Bruder – Raymond – lebt in einer Anstalt, das Vermögen wird von einem Treuhänder verwaltet. Charlie besucht seinen Bruder und kidnappt ihn. Bei seiner Reise quer durch die USA erkennt Charlie langsam, was es mit Raymond auf sich hat. Raymond ist Autist. Er lebt in seiner eigenen Welt, hat Strategien erarbeitet, mit seiner Umwelt umzugehen. So führt er Notizbücher mit Listen, z. B. eine „Liste besonderer Ereignisse“ oder eine „Liste ernsthafter Verletzungen“. Charlie lernt aber noch eine Seite von Raymond kennen, die Seite des autistischen Gelehrten, denn er hat eine verblüffende Merkfähigkeit. Dennoch kommen sich die beiden Brüder näher und der eiskalte Charlie erlebt durch seinen Bruder Nähe, Geborgenheit und Emotionalität.
Meine Meinung: Für mich einer der besten Filme aller Zeiten, mit herausragender schauspielerischer Leistung durch Dustin Hoffman, hinter der sich allerdings auch Tom Cruise nicht verstecken muss. Toll auch die Filmmusik, u.a. "Scatterlings of Africa" von Johnny Clegg and Savuka. Dürfte ich nur hundert Filme auf eine einsame Insel mitnehmen, so wäre dieser mit Sicherheit dabei, wahrscheinlich sogar, wenn ich nur ein Dutzend Werke mitnehmen dürfte. Absolute Spitzenklasse !
Die unglaubliche Entführung der verrückten Mrs. Stone USA 1986
Inhaltsangabe aus der Online-Filmdatenbank: Der Geschäftsmann Stone (Danny DeVito) will sein nerviges Weib Barbara (Bette Midler) betäuben und einen Abhang hinunter werfen, doch sie wurde vom netten Ehepaar Kessler plötzlich entführt. Die Kesslers brauchen Geld und drohen zum Schein mit Barbaras Ermordung, wenn Stone zur Polizei geht. Das macht der Erfreute glatt, weswegen sich Barbara und die Kesslers verbünden...
Meine Meinung: Dieser Film aus der Mitte der 1980er Jahre ist kein bisschen angestaubt. Danny DeVito läuft als raffgieriger Ehemann zur Höchstform auf, während Bette Midler in dieser amerikanischen Komödie sehr überzeugend das zunächst "durchgeknallte" Ehemonster spielt. Natürlich gibt es - wie bei fast allen Hollywood-Werken ein glückliches Ende (fragt sich nur, für wen), aber bis dahin muss der Zuschauer eine rasante Achterbahnfahrt der Situations- und Darstellungskomik durchleben. Unbedingt anschauen!
Eins, zwei, drei! USA / Deutschland 1961
Inhaltsangabe aus der Wikipedia: MacNamara, Leiter der West-Berliner Coca-Cola-Filiale, wird Scarlet Hazeltine, die lebenslustige, aber noch minderjährige Tochter seines Chefs, aus Atlanta ins Haus geschickt, weil sie zuhause zu viele Männergeschichten hat. Nachdem Scarlet kurze Zeit spurlos verschwunden ist, muss MacNamara erfahren, dass sie in Ostberlin heimlich den jungen Kommunisten Otto Piffl geheiratet hat. Um Piffl wieder loszuwerden und seinen Posten zu retten, ersinnt er eine Intrige, die Otto als „amerikanischen Spion“ in ein Ost-Berliner Gefängnis bringt. Als sich anschließend herausstellt, dass Scarlet schwanger ist, ändert sich die Lage. MacNamara muss nun mit Hilfe seiner Sekretärin alle Hebel in Bewegung setzen, um Otto aus dem Gefängnis nach Westberlin zurück zu holen und den widerspenstigen Kommunisten zu einem jungen, dynamischen Musterkapitalisten umdrehen. Die Zeit arbeitet gegen sie, denn Scarletts Eltern treffen mittags per Flugzeug ein. Es bleiben nur noch wenige Stunden für die "Verwandlung".
Meine Meinung: Billy Wilder, in Galizien im früheren Österreich-Ungarn als Sohn jüdischer Eltern noch zu Kaisers Zeiten geboren, begann seine Beruf als Filmregisseur in der deutschen Hauptstadt Berlin, floh dann aber 1933 vor den Nationalsozialisten ins Ausland. Später machte er in den USA Weltkarriere. In "Eins, zwei, drei", nach meinem Dafürhalten einer seiner besten Filme, wenn nicht sogar sein bestes Werk, kommt es geradewegs zu einem Feuerwerk von Situationskomik. Während seinerzeit, im Erscheinungsjahr 1961, die deutsche Teilung durch den Mauerbau in Berlin zementiert wurde, drehte Wilder diese in West- und Ost-Berlin spielende Komödie, die damals (zumindest in Deutschland aufgrund der traurigen weltpolitischen Ereignisse) kein Publikumsrenner war. Erst in den 1980er Jahren, als der Film erneut in die Kinos kam, wurde er ein großartiger Erfolg. Völlig überzeichnete Charaktere, wie die des immerzu obrigkeitshörigen und hackenschlagenden Deutschen (verkörpert durch den Assistenten Schlemmer, köstlich gespielt von Hanns Lothar), des verarmten Adeligen (immer wieder herrlich: Hubert von Meyerinck als Graf von Droste Schattenburg), der folgsamen und aufreizenden Sekretärin (Lieselotte Pulver), des jungen und ungehobelten kommunistischen Arbeiters (Otto Ludwig Piffl alias Horst Buchholz), der neureichen und die Welt mit Ellenbogeneinsatz erobern wollenden Amerikaner (u.a. James Cagney als McNamara) sowie der Unmengen an Wodka vernichtenden Sowjetrussen (Leon Askin und Ralf Wolter), machen dieses Werk aus - die eigentliche Handlung wird dabei schon fast zur Nebensache. Ein klasse Film, den ich bestimmt schon an die dreißig Mal gesehen und natürlich auch auf Video habe. Ganz klare Sache: Sollte ich jemals auf eine einsame Insel auswandern, und ich dürfte nur zehn Filme mitnehmen - dieser wäre mit Sicherheit dabei. Nicht nur ein Muss, sondern eine wahre Freude!
Für den unbekannten Hund Deutschland 2007
Aus der offiziellen Filmbeschreibung:
"Bastian hat einen Menschen getötet, einen Stadtstreicher. Nachts, an einer Tankstelle in Wismar. Ohne Grund, ohne Reue. Da ist Bastian gerade zwanzig und Betonbauergeselle. Der Totschlag bleibt unentdeckt und ungesühnt. Die Erpressung eines Zeugen zwingt Bastian zur Flucht.
Ein Unfall bringt ihn mit einer Gruppe Handwerksgesellen zusammen, die drei Jahre, ohne ihren Heimatort betreten zu dürfen, auf Wanderschaft, auf der Walz unterwegs sind. Bastian wittert seine Chance, verschweigt den Gesellen seine Tat und schliesst sich ihnen auf eine sechswöchige Probezeit an. Das Gesellenleben auf der Strasse macht ihm jedoch wenig Freude: Kein Handy, kein warmes Bett mehr bei seiner Freundin, keine Computer-Spiele und die ständige Anstrengung, eine Unterkunft, Arbeit und Schlafplatz zu finden. Erst als er auf den geheimnisvollen Steinmetz Festus, den wildesten der Gesellen trifft, ändert sich seine Einstellung.
Die Erlebnisse auf der Wanderschaft und seine wachsende Freundschaft zu Festus, treiben erste Risse in Bastians Seelen-Beton. Als Bastian schließlich erfährt, wer sein Opfer an der Tankstelle wirklich war, muss er sich zwischen der Freundschaft mit Festus und der Wahrheit entscheiden. Die verdrängte Tat wird zum Wendepunkt seines Lebens." (Zitat: www.fuerdenunbekanntenhund.de)