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Deutschland ist ein föderalistischer Staat in Mitteleuropa. Die Bundesrepublik Deutschland ist gemäß ihrer Verfassung eine Republik, die aus den 16 deutschen Ländern gebildet wird. Sie ist ein freiheitlich-demokratischer und sozialer Rechtsstaat und stellt als Bundesstaat die jüngste Ausprägung des deutschen Nationalstaates dar. Bundeshauptstadt ist Berlin.
Deutschland grenzt an neun europäische Nachbarstaaten; naturräumlich grenzt es an die Gewässer der Nord- und Ostsee und im Süden an das Bergland der Alpen. Es liegt in der gemäßigten Klimazone und zählt mit rund 81,8 Millionen Einwohnern zu den dichtestbesiedelten Flächenländern der Erde.
Als Gründungsmitglied der Europäischen Union ist Deutschland deren bevölkerungsreichstes Land und bildet mit insgesamt 17 EU-Mitgliedstaaten eine Währungsunion, die Eurozone. Es ist Mitglied der Vereinten Nationen, der OECD, der NATO, der OSZE, des Europarates, der G8 und der G20.
Gemessen am nominalen Bruttoinlandsprodukt ist Deutschland die größte Volkswirtschaft Europas und viertgrößte der Welt. Im Jahr 2009 war es die zweitgrößte Export- und drittgrößte Importnation. Der Human Development Index zählt Deutschland zu den sehr hoch entwickelten Staaten.
„Deutsch" bedeutete ursprünglich „zum Volk gehörig" und meinte zunächst die Sprache. Die Bezeichnung Deutschland wird seit dem 15. Jahrhundert verwendet. Davor sind nur Wortfügungen des Attributs deutsch mit Land belegt, beispielsweise in der unbestimmten Singularform ein deutsches Land oder der bestimmten Pluralform die deutschen Länder, nicht aber in der bestimmten Singularform das deutsche Land. Gemeint waren vielmehr Länder mit einer Führungsschicht, die sich auf den politischen Herrschaftsanspruch bezog, der durch das (Ost-)Fränkische, später Heilige Römische Reich, als begründet angesehen worden war. In einem Buch von 1487 ist u. a. von „in teutschen landen lassen machen" zu lesen.
Die Begriffe wurden als Synonym vor allem für (vor-)staatliche Gebilde verwendet, die in wesentlichen Bereichen des deutschen Sprach- und/oder Herrschaftsgebiets entstanden waren. Das Heilige Römische Reich („Alte Reich") entwickelte sich ab 962 aus dem Ostteil des Fränkischen Reiches. Mit den Namenszusätzen Heilig und Deutscher Nation (Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation) bildete sich zwischen dem 12. Jahrhundert und 1648 ein Staatenbund heraus. Nach der Niederlegung der Reichskrone 1806 dominierten das Kaisertum Österreich, das Königreich Preußen und der Rheinbund das staatliche Geschehen im Vorstellungsraum Deutschlands; nach 1815 folgte als die deutsche Nationalität sichernder Staatenbund der Deutsche Bund unter der Führung Österreichs. Die Konkurrenz mit Preußen um die Vorherrschaft in Deutschland spitzte sich zum deutschen Dualismus zu. Mit dem Deutschen Krieg und der Schlacht bei Königgrätz entschied Preußen ihn 1866 zu seinen Gunsten.
Mit den von Preußen initiierten zentralstaatlichen Staatsformen seit 1867 wurden in zwei Schritten große Teile des deutschen Sprachraums in einem Staat vereinigt. Umfasste der Norddeutsche Bund lediglich die Staaten nördlich der Mainlinie, wurde der Ausdruck Deutschland durch die Reichseinigung und Proklamation des Deutschen Reiches 1871 mit demselben identisch. Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Sturz der Monarchie 1918 wurde diskutiert, mit der Staatsbezeichnung Deutsche Republik oder Republik Deutschland die ausgerufene Staatsform zu unterstreichen, jedoch behielt auch die Weimarer Republik die offizielle Bezeichnung Deutsches Reich bei.
Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzten die Siegermächte den Begriff Deutschland ausschließlich für das von ihnen besetzte Deutsche Reich (ohne Österreich). 1949 wurde die Bundesrepublik Deutschland durch die USA und das Vereinigte Königreich sowie die Deutsche Demokratische Republik durch Einwirken der UdSSR initiiert. Der Begriff Deutschland fand in der Bezeichnung der damals konstituierten Bundesrepublik erstmals namentliche Verwendung. Die DDR nutzte das Wort Deutschland zwar nicht direkt im Staatsnamen, jedoch wurde es ausdrücklich als synonymer Begriff für DDR im Artikel 1 der Verfassung von 1949 verwendet. Später verwendete die DDR fast nur noch das Attribut deutsch beziehungsweise den Namenszusatz „… der DDR" für staatliche Hoheitsbezeichnungen. Mit der Deutschen Einheit 1990 wurde die Deutschlandfrage abschließend geklärt.
Im Laufe der Jahrhunderte traten einige Gebiete aus dem Raum der deutschen Länder beziehungsweise Deutschlands heraus. Unter anderem waren dies aufgrund des Westfälischen Friedens 1648 die Niederlande ..., die Eidgenossenschaft sowie das Elsass und (Nordost-)Lothringen. Nach dem Ende des Deutschen Bundes 1866 traten dann Luxemburg, Liechtenstein und Österreich (zuletzt 1945) heraus. Die Gründung des Deutschen Kaiserreichs erfolgte unter Aneignung Elsaß-Lothringens, während die Niederlagen in beiden Weltkriegen Gebietsverluste zur Folge hatten. Nach 1919 musste Deutschland neben dem Elsass und Lothringen kleinere Gebiete an Dänemark, Belgien, die Tschechoslowakei und Litauen sowie vor allem die Provinzen Posen und Westpreußen an die neu gegründete Zweite Polnische Republik abtreten. Die restlichen Gebiete östlich der Oder-Neiße-Linie, namentlich Schlesien, Hinterpommern und Ostpreußen, kamen ab 1945 unter sowjetische und größtenteils polnische Verwaltung. Sie wurden in deren Staatsgebiete integriert, nachdem die deutsche Bevölkerung vertrieben wurde. 1990 wurde der Anspruch auf die vormaligen deutschen Ostgebiete im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands auch formell mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag aufgegeben.
Quelle: Wikipedia (auszugsweise)
Einigkeit und Recht und Freiheit
Die 3. Strophe des Deutschlandliedes - unsere Nationalhymne
Die braven Schwaben, daheim und in ganz Deutschland eher als ruhige Vertreter bekannt, denen die "Schaffe-schaffe-Häusle-baue"-Mentalität über alles geht, begehren seit Monaten zu Zehntausenden - wenn auch spät, aber nicht zu spät - gegen das in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart geplante Milliardengrab auf dem Areal des unter Denkmalschutz stehenden Hauptbahnhofes auf. "Stuttgart 21" heißt das an Gigantomanie grenzende Großprojekt, das - folgt man den Meinungsumfragen der letzten Zeit - weder in Stuttgart noch im übrigen Baden-Württemberg über eine Mehrheit in der Bevölkerung verfügt, aber offenbar rücksichtslos "durchgepeitscht" werden soll.
Menschen wie Du und Ich, Jung und Alt, Menschen aus allen Berufen und jeglicher politischer Couleur, vor allem aber Menschen aus der Mitte der Gesellschaft und des politischen Spektrums, nehmen ihr verfassungsmäßig garantiertes Grundrecht auf Demonstrations- und Meinungsfreiheit in Anspruch und lassen sich nicht länger von etablierten und teilweise in Partikularinteressen verstrickten Machtpolitikern vorschreiben, was für sie, ihre Stadt und ihr Land angeblich das Beste ist. Sie stehen für das Gegenkonzept mit dem Namen "Kopfbahnhof 21 - K 21". Und sie stehen ebenso wie das friedliche Aufbegehren Hunderttausender gegen einen faulen Atomkompromiss, der eher ein Atom-Diktat ist, oder ebenso wie die überfällige, nun langsam in Gang gekommene Integrationsdebatte, für eine Zäsur, für eine Zeitenwende im wiedervereinigten Deutschland. Wir alle sind Zeugen dieses Wandels, wir alle haben es in der Hand, "mittendrin statt nur dabei" zu sein...
Was Stuttgart angeht, so bleibt abzuwarten, ob der Schlichterspruch des Bundesministers a.D. Dr. Heiner Geißler in der Sache zu einem angemessenen Interessenausgleich führt.
Der Kanzlereid
nach Artikel 56
des Grundgesetzes für die BR Deutschland:
Ich schwöre,
dass ich meine Kraft
dem Wohle des deutschen Volkes widmen,
seinen Nutzen mehren,
Schaden von ihm wenden,
das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen,
meine Pflichten gewissenhaft erfüllen
und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde.
(So wahr mir Gott helfe.)
Der Kanzlereid:
Schwur, Mahnung und Verpflichtung!
"Und so kommt zum guten Ende Alles unter einen Hut. Ist das nötige Geld vorhanden, Ist das Ende meistens gut. Dass nur er im Trüben fische, Hat der Hinz den Kunz bedroht. Doch am End' vereint am Tische Essen sie des Armen Brot. Und die einen sind im Dunkeln, Und die andern sind im Licht. Und man siehet die im Lichte, Die im Dunkeln sieht man nicht."