Fast jeder kennt den Spielfilm "Rain Man" und die Szene, in der Tom Cruise und Dustin Hoffman mit dem Cabrio durch die schier endlosen Weiten Amerikas düsen. Dazu läuft als Musik "Scatterlings of Africa". Das ist Weltmusik von Johnny Clegg pur ! Ich habe selbst schon einige Konzerte von ihm und seiner Band Savuka in Deutschland erlebt und besitze einen Großteil der von ihm herausgebrachten Platten. Sehr gut hörbare, rhythmische Musik, die auch mitteleuropäischen Ohren guttut. Und der Hammer ist die im Konzert fast schon nebenher mitgelieferte Bühnenshow, die auf unnötige technische Effekte verzichtet: Die auch von dem weißen Südafrikaner Clegg perfekt beherrschten, geradezu artistischen Zulutänze sprechen für sich und haben solchen Schnickschnack einfach nicht nötig. Davon konnte ich mich am 8. November 2006 in der Hamburger "Fabrik" ein weiteres Mal überzeugen - es war wieder ein spitzenmäßiges Konzert!
Der Hammer: Johnny Clegg & Savuka - Scatterlings of Africa
Meine beliebtesten Musiktitel:
Zingane zami - Ibhola lethu Scatterlings of Africa aus dem Film "Rain Man" Are you ready? - Asimbonanga - Ring on her finger Great heart - Human rainbow - Too early for the sky Talk to the people -I call your name - Take my heart away African shadow man - Joey don´t do it - Woman be my country The waiting - One man, one vote - Cruel crazy beautiful world Siyayilanda - Bombs away - Rolling ocean - Warsaw 1943 - Dela Jericho - I can never be - These days - Tough enough - My big Lady Thandazani - Ubaba akalele - Isoka lizo kuzhata - Makhelwane
Die Qualität insbesondere der Live-Aufnahmen ist leider manchmal suboptimal - das liegt aber definitiv nicht am Künstler, sondern ist offenbar technisch bedingt.
In einigen der Filme taucht eine Tänzerin auf, die auch im rückwärtigen Körperbereich mit sehr beachtlichen Dimensionen aufzuwarten weiß. ;-) Die Frauen dieser Welt mögen mir verzeihen - dies schmälert natürlich keineswegs ihre Leistung.
Marlene Dietrich Sängerin, Schauspielerin und Diva.
Marlene Dietrich ging im Jahre 1930 in die USA. Mit ihr verlor Deutschland die zu ihrer Zeit vielleicht bedeutendste Sängerin und Schauspielerin von Weltruhm.
Einer ihrer größten Erfolge: Das Antikriegslied "Sag´ mir, wo die Blumen sind"
Peter Gabriel Genesis-Gründungsmitglied Freund und Förderer der Weltmusik.
Das erste Mal hörte ich Ender der 1970er Jahre von Peter Gabriel, als er seinen Erfolgstitel Solsbury Hill hatte. Seine deutschsprachigen Scheiben (er ist Sohn einer deutschen Mutter) kaufte ich mir sofort zu Beginn der 1980er Jahre, als diese herauskamen. Seine Platte "So" war für mich ein Muss, gab es dort doch mit "Sledge Hammer" und "Don´t give up" im Duett mit Kate Bush zwei absolute Abräumer. Über ihn wie auch über Paul Simon bin ich an die Weltmusik herangeführt worden.
Superstar aus dem Senegal Westafrikanischer Weltmusiker
Erstmals war ich in den 1990er Jahren auf einem der Konzerte dieses bedeutenden Vertreters der Weltmusik und habe mich voll mitreißen lassen. Es war ein unvergessliches Erlebnis, ebenso wie alle anderen Konzerte mit Youssou N´Dour, egal, ob sie im Stadtpark Hamburg, im Rahmen des "Loreley Summer Jam" bei St. Goarshausen am Rhein oder in anderen Orten Deutschlands stattfanden. Meine auch heute noch liebsten Alben sind jene der frühen Jahre, so z.B. "Immigrés", "The lion (Gaiende)" und "Set". Etliche Male ist der senegalesische Sänger zusammen mit anderen Künstlern aufgetreten, so u.a. mit seinem Entdecker Peter Gabriel oder auch Neneh Cherry.
Cesária Évora, inzwischen auch nicht mehr so ganz jung, ist schon lange kein Geheimtip(p) in der Weltmusik-Szene mehr. Seit ihrem Durchbruch in den Neunzehnhundertneunziger Jahren wird sie, die in ihrer armen kapverdischen Heimat schon immer hoch angesehen war, als musikalische Botschafterin ihres Landes betrachtet und zu Recht als Weltstar gefeiert. Ihre Werke sind insofern schwer zu beschreiben, als sie sehr unterschiedlich sind. Ich habe es selbst mehrfach in Konzerten von ihr, zumeist in der Hamburger "Fabrik", erlebt: In vielen ihrer Lieder drückt die Sängerin eine sehr melancholische Stimmung aus, um dann in ihren anderen Stücken ins andere Extrem zu verfallen und absolut tanzbare Gute-Laune-Musik zu präsentieren. Es hat schon etwas, einem solchen Wechselbad der Gefühle ausgesetzt zu sein. Und die Art und Weise, wie sich die Künstlerin auf der Bühne in Szene setzt, sieht man auch nicht alle Tage: Nach Landessitte gekleidet, absolviert sie ihre Auftritte barfuß, und zwischendurch wird mancher Glimmstengel und auch das eine oder andere Glas Whisky genossen. Irgendwie leicht verrucht, aber überhaupt nicht störend. Cesária Évora weiß ihr Publikum durch ihren einzigartigen Gesang und die ihr eigene Ausstrahlung "mitzunehmen". Respekt vor dieser Grande Dame der Kapverden! Daumen hoch!
Meine mit Abstand beliebtesten Titel:
Cesária Évora: Velocidade (Kurzfassung)
Cesária Évora: Petit pays
Auch sehr schön: Cesária Évora mit Salif Keïta aus Mali: Yomore
Achim Reichel Deutsche Rock-Legende. Gründer der einst legendären Rattles.
Ich war vor ein paar Jahren zu Achim Reichels Konzert in der oststeinburgischen Stadt Kellinghusen, und das war absolute Spitzenklasse! Seine Truppe ist eine richtig gute Band, die ihre akustischen Qualitäten live noch besser als bei den Studioaufnahmen entfaltet. Überdies verstehen es Reichel & Co., auf ihr Publikum einzugehen, man sieht ihnen auch förmlich an, dass es ihnen Spaß macht, für ihre Konzertbesucher zu spielen. Da werden denn auch gerne schon einmal ein paar Zugaben mehr gegeben als sonst in der Branche üblich. Ganz klar: Diese Gruppe gehört auf die Bühne und nicht hinter verschlossene und schallgedämmte Türen! Und in dem Sinne wird es auch mal wieder Zeit, meinen Heimatkreis Steinburg "heimzusuchen"...
Tracy Chapman US-amerikanische Sängerin. Galionsfigur der Musikszene der 80er/90er Jahre.
Sie war seinerzeit das Gewissen Amerikas. Das erste Mal habe ich sie auf dem legendären Konzert zum 70. Geburtstag des damals noch inhaftierten südafrikanischen Bürgerrechtlers Nelson Mandela gesehen - das war im Juni 1988, direkt übertragen aus dem Londoner Wembley-Stadion. Für mich seinerzeit ein bewegender und überzeugender Auftritt, der sie dann ja auch auf einen Schlag der ganzen Welt bekannt machte. Ihre ganz große Zeit scheint jetzt im 21. Jahrhundert wohl vorbei zu sein. Und dennoch: Das ändert für mich nichts daran, dass ich ihre Musik der Anfangsjahre immer noch mag.
YouTube.com präsentiert den Titel, mit der ihr der weltweite Durchbruch gelang:
Herbert Grönemeyer Deutscher Schauspieler, Musiker, Sänger, Komponist und Texter.
Seine Musik kenne ich, seitdem seinerzeit das Album "4630 Bochum" herauskam. Dachte ich jedenfalls einmal - später wurde mir bewusst, dass auch das Kult-Lied rund um die "Currywurst" von ihm stammte. Sein Musikfundus ist weit gefächert - von ruhigen Stücken, die man sich am besten in trauter Zweisamkeit bei Kerzenlicht anhört, um nicht in Melancholie zu verfallen, bis hin zu tanzbaren Titeln ist so ziemlich alles vertreten. Er ist für mich auch nach vielen Jahren noch einer der besten deutschsprachigen Vertreter seiner Zunft.
Bob Marley Die Stimme Jamaikas. Es kann nur Einen geben. Der Großmeister des Reggae schlechthin.
Der leider viel zu früh verstorbene Musiker gilt in seiner jamaikanischen Heimat als Nationalheld und wird von Millionen Menschen auf der ganzen Welt als Ikone des Reggae verehrt - so auch von meiner lieben Bärbel in der Freien und Hansestadt Hamburg schönen Gruß auch!). Aus meiner Sicht absolut verständlich - kämpferische Stücke, die den unterprivilegierten Menschen seines Landes und überall auf unserem Planeten Mut machen sollten, waren ebenso in seinem Repertoire enthalten wie absolut tanzbare Abräumer aus der Kategorie "Gute-Laune-Musik" oder auch melancholische Stücke, die eher zur Besinnung anregen. Schade, dass ich nie ein Konzert von ihm selbst miterlebt habe!
Hannes Wader Deutscher Liedermacher und Sänger und Gitarrist.
Hannes Wader ist ein vielseitiger, facettenreicher Künstler, der im Westfälischen geboren wurde und sich vor ein paar Jahren in meinem holsteinischen Heimatkreis Steinburg niedergelassen hat. In bewegten politischen Zeiten war er für die Präsentation von Bürgerrechts- und Arbeiter(kampf)liedern ebenso bekannt wie auch heute noch für seine zahlreichen Eigenkompositionen, Interpretation plattdeutscher Lieder und das Singen von Shanties. Ein Mehrfachtalent als Liedermacher, Sänger und Gitarrist, ausgestattet mit einer markanten, unverwechselbaren Stimme. Seine Konzerte sind immer wieder ein Genuss, und ich persönlich hoffe, dass er seinem Publikum noch lange erhalten bleibt.
Bei YouTube.com habe ich folgende Aufnahme gefunden:
The Platters Legendäre Gesangsgruppe der 50er Jahre.
In den Vereinigten Staaten von Amerika herrschte in den Fünfziger Jahren im öffentlichen Leben offiziell noch die Rassentrennung. Diese konnte aber den kometenhaften Aufstieg des schwarzen Gesangsquintetts nicht verhindern. Die Platters waren eine der beliebtesten Gruppen ihres Genres in der damaligen Zeit.
Boney M. Disco-Formation Abräumer der späten 1970er Jahre
Wer kennt sie nicht, die von Frank Farian produzierte Gruppe, die hauptsächlich in den späten Siebziger und ganz frühen Achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts ihre größten Erfolge feiern konnte. Meine Güte, klingt das nach grauer Vorzeit - naja, ist ja auch schon an die dreißig Jahre her. Und auch damals wurde das Publikum getäuscht: Der einzige Mann in der Truppe, Bobby Farrell, sang gar nicht, sondern tanzte nur und bewegte die Lippen zum Gesang des (nicht sichtbaren) Produzenten Frank Farian. Dem weltweiten Erfolg der Formation tat das keinen Abbruch. Auch ich muss gestehen, dass ich diese Musik seinerzeit sehr gerne hörte und auch heute noch höre.
Boney M: Rivers of Babylon Der absolute Hammer-Hit!!!
"The Boss": Bruce Springsteen US-amerikanischer Rockmusiker
Der aus den Vereinigten Staaten stammende Künstler ist schon seit mehreren Jahrzehnten im Geschäft und - trotzdem er in erster Linie auf Rockmusik festgelegt ist - äußerst vielseitig. Ich höre auch nach vielen Jahren seine Musik immer wieder gerne. Unvergessen bleibt mir ein Konzert im Bremer Weser-Stadion aus den 1980er Jahren: Die "Hütte" war bei hochsommerlichen Temperaturen gerammelt voll, es war ein unvergleichlich "wahnsinniger" Live-Genuss. Eine Zugabe jagte die andere, Springsteen und seiner damaligen E-Street-Band merkte man förmlich an, dass ihnen das Musizieren auch Spaß machte. Es war eines der besten Konzerte, die ich jemals in meinem Leben besucht habe.
Jennifer Lopez:Let´s get loud Gute-Laune-Musik aus dem gar nicht so schönen Sommer 2000. "...der wohl heißeste Hintern zwischen Hamburg und Honolulu..."