Die amtsangehörige Gemeinde Westerhorn liegt im Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein (Deutschland).
Westerhorn liegt etwa acht Kilometer nordwestlich von Barmstedt und gehört zusammen mit den Ortschaften Brande-Hörnerkichen, Osterhorn und Bokel zum Amtsbezirk Hörnerkirchen. Die Kremper Au und der Westerhorner Bek fließen durch die Gemeinde. Westerhorn besteht aus den Ortsteilen Westerhorn und Dauenhof mit dem gleichnamigen Bahnhof, der an der Eisenbahnstrecke Hamburg-Altona - Neumünster - Kiel/Flensburg liegt und zum Hamburger Verkehrsverbund gehört. Die Bundesautobahn 23 ist mit ihrer Auffahrt Hohenfelde (Steinburg) etwa drei Kilometer entfernt. In Planung ist der Bau der Bundesauobahn A20, die von der A7 (Bad Bramstedt) nördlich an Westerhorn vorbeiführt und über Glückstadt unter der Elbe in Richtung Niedersachsen weitergeführt wird.
Anmerkung von Schümän, nicht aus der Wikipedia: Gegen diese letztgenannte Maßnahme gibt es schon seit Jahren in der betroffenen Region Widerstand, wird doch eine sehr erhebliche Zerstörung relativ naturnaher Lebensräume - z.B. des Winselmoores / Breitenburger Moores - und landwirtschafttlicher Flächen, eine Zunahme der Abgasbelastung und eine unzumutbare Lärmbelästigung der Bürger in den angrenzenden Gemeinden befürchtet. Dennoch scheinen die Würfel gefallen zu sein - die Autobahn wird öffentlichen Verlautbarungen zufolge gebaut.
Gemeindewappen von Westerhorn (nur zu Anschauungszwecken, nicht zur Reproduktion!)
Ortsbildprägend ist das Winselmoor an der nordwestlichen Gemeindegrenze zum benachbarten Kreis Steinburg. Hierbei handelt es sich wie auch bei dem angrenzenden Breitenburger Moor, das auch von Westerhorn aus bewirtschaftet wird, um ein Hochmoor, in dem seit mehreren Jahrzehnten industriell Torf abgebaut wird.
Ku(h)riose Schilder Kuhweg in Westerhorn
Dauenhof - meine alte Heimat
Bahnhof Dauenhof Bilder aus längst vergangenen Tagen Früher Motor des Wirtschaftsaufschwunges in Westerhorn und Umgebung
Bahnhof Dauenhof Lange umkämpft und schließlich doch erhalten DB-Bahnhof und Haltestelle im Hamburger Verkehrsverbund
Dauenhof ist sowohl ein Ortsteil der Gemeinde Westerhorn (Amt Hörnerkirchen - Kreis Pinneberg) als auch der Gemeinde Hohenfelde (Amt Horst-Herzhorn - Kreis Steinburg) in Schleswig-Holstein (Deutschland).
Der bedeutendere Teil liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Westerhorn und verfügt mit dem Bahnhof Dauenhof an der Eisenbahnstrecke Hamburg-Altona - Neumünster - Kiel/Flensburg über eine wichtige Verkehrsanbindung, die zum Hamburger Verkehrsverbund gehört. Bis zur Bundesautobahn 23 sind es etwa drei Kilometer.
Geschichte:
Der Name geht zurück auf den heute auf Hohenfelder Gebiet liegenden Dauenhof, einem schon seit mehreren Jahrhunderten existierenden landwirtschaftlichen Gehöft. Die Altona-Kieler Eisenbahn-Gesellschaft trug 1844, als Holstein noch der dänischen Krone unterstand, durch die Errichtung einer "Anhaltestelle" an der Eisenbahn von der Elbe bis zur Ostsee zum wirtschaftlichen Aufschwung der Region bei.
Anmerkung von Schümän, nicht aus der Wikipedia: Seit den 1980er Jahren gab es ernsthafte Pläne der damaligen Deutschen Bundesbahn (DB), den Haltepunkt zu schließen und die Personenzüge nur noch durchfahren zu lassen. Die damalige "Initiative zur Rettung des Bahnhofes Dauenhof" um Reinhard Jung, die u.a. eine großangelegte Unterschriftenaktion gegen die Abwicklung des bedeutsamen Bahnhofes organisierte, war letztlich erfolgreich: Dauenhof blieb als Haltepunkt für den öffentlichen Personennahverkehr bestehen und wurde seitdem sogar noch ausgebaut.
Wappen des KSV Dauenhof
Sport:
Bekannt geworden ist der Name insbesondere durch den Kegelsportverein Dauenhof e.V., der aus drei Klubs besteht, die das Sportkegeln auf Bohlebahnen betreiben. An der Spitze des KSV Dauenhof steht schon seit einigen Jahren Johannes Freese, der seinen Vorgängern Werner Krohn, Uwe Krause und Peter Thies folgte. Gegründet wurde der Verein im Jahre 1955 von Gustav Blüdorn, der auch lange Jahre die Präsidentschaft innehatte. Seine ersten Kugeln schob er bereits im Jahre 1926 auf der damals neuen Kegelbahn am Bahnhof in Dauenhof und gilt damit zu Recht als Kegelpionier in der Region. Er holte sich verschiedene Meistertitel auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene. Ein besonderes Anliegen war ihm der Aufbau der bis in die 1980er Jahre hinein erfolgreichen Dauenhofer Keglerjugend, die damals Furore machte. Aus ihr gingen u.a. die Itzehoer Bundesligaspieler Sabine Hermsmeier (spätere Schnabel) und Guido Schümann hervor. Auch wenn Gustav Blüdorn und seine nicht minder bekannte Ehefrau Käte schon im Jahre 1995 verstarben, so wird ihrer auch heute noch gedacht: Alljährlich spielen die Aktiven des Vereins getrennt nach Frauen und Männern den Blüdorn-Pokal aus, der noch von dem Ehepaar selbst gestiftet wurde und als ewige Wandertrophäe gilt. Im Jahre 2005 wurde das 50jährige Bestehen des Vereins mit einem Jubiläumsturnier begangen.
Gustav Blüdorn (†1995) Kegelpionier des KSV Dauenhof
1957-2007: Goldene Neun Dauenhof - vormals Flott wech (Kegelsportklub im KSV Dauenhof)
obere Reihe v.l.n.r.: Johannes Freese, Peter Thies, "Meister" Werner Krohn Carsten Runge, Wolfgang "Atze" Schreiber, Guido Schümann vorne v.l.n.r.: Uwe Krause, Kuno Runge es fehlen: Joachim Freese, Siegfried Lüdemann
Der Mitbegründer Helmut Pirsch ist leider kurz vor dem Jubiläum verstorben.
Literatur:
Reinhard Jung: „Die Geschichte Dauenhofs“, erschienen im Selbstverlag, Dauenhof 1981-1982
Helmut Trede: „Die Hörner Dörfer - Aus der Geschichte von Bokel, Bokelseß, Brande-Hörnerkirchen, Osterhorn und Westerhorn", erschienen im Selbstverlag, Bokel 1989
Ich selbst kann mich noch gut an den extremen Winter 1978/79 erinnern - so etwas hatte ich vorher noch nie erlebt: - auch später gab es so etwas bisher noch nicht wieder: Eiskalte Temperaturen, Schneefall ohne Ende, heftiger, eisiger Wind - als Ergebnis meterhohe Schneeverwehungen. Meine Mutter war seinerzeit im Nahverkehrszug von Elmshorn nach Neumünster (DB-Strecke Hamburg-Kiel bzw. Hamburg-Flensburg) auf freier Strecke bei Horst (Holst.) abends bis in die Nacht hinein völlig unerwartet und stundenlang in einer solchen Schneeverwehung steckengeblieben.
Unser Dorf war mehrere Tage lang völlig von der Außenwelt abgeschnitten, da die Straßen durch meterhohe Schneeverwehungen und Vereisungen für Fahrzeuge unpassierbar waren. Es gabe mehrere Tage schulfrei, was vor allem uns Kinder und Jugendliche freute. Die Kehrseite der Medaille: Lebensmittel wurden langsam knapp, und die Bauern - so die Melkmaschinen denn funktionierten - konnten die Kuhmilch nicht abtransportieren lassen. Positiv: Untereinander halfen sich alle so gut, wie sie konnten.
Mein Vater war seinerzeit innerorts des öfteren auf Skiern unterwegs - nachstehend dokumentiert durch einen Ausschnitt aus den "Elmshorner Nachrichten" vom 02.01.1979. Für Ortskundige: Das Foto wurde Silvester 1978 im Dauenhofer Ortskern vor dem damaligen Postamt neben der Tankstelle aufgenommen.